Géraldine Hélène Schramm
Géraldine Hélène Schramm    

Géraldine Hélène Schramm

 

Géraldine Hélène Schramm wurde 1982 in Hamburg von deutsch-französischen Eltern geboren. Diese führten sie von Kindesbeinen an in die Welt des Tanzes, der Musik und der Oper ein. Sie besuchte die Ballettschule von John Neumeier, bekam Geigen- und Gesangsunterricht bei Mitgliedern der Hamburgischen Staatsoper und konnte sich ab ihrem vierzehnten Lebensjahr in zahlreichen

Orchester- und Kammermusikensembles behaupten

(Jugend Musiziert, Albert-Schweitzer-Jugendorchester).

 

Nach ihrem viersprachigen Schulabschluss am Lycée Français de Hambourg studierte sie Kulturmanagement, Theater-und Filmwissenschaft nebst Psychologie und Soziologie an der Humboldt Universität Berlin sowie der Universität in Hamburg. Alle Fächer schloss sie mit Auszeichnungen ab.

Parallel zum Studium fungierte sie unter anderem mehrere Jahre als persönliche Assistentin für Peter Zadek, welcher gemeinsam mit seiner engsten Mitarbeiterin und Lebensgefährtin, Elisabeth Plessen, Géraldine Schramms

Faszination für Film und Theater weiter schürte.

 

Nach zahlreichen Regieassistenzen an großen Opernhäusern (Zusammenarbeiten gab es unter anderem mit Daniel Karasek, Carlos Wagner, Phillipp Kochheim und Andreas Homoki) begann sie eigene Arbeiten umzusetzen. Géraldine Schramm ist eine Produzentin, Regisseurin und Konzepterin, die stets anstrebt, ihre Begeisterung für Kunstwerke, Geschichte(n) und Menschen, sowohl auf die beteiligten Künstler als auch auf das Publikum, zu übertragen. Dabei setzt sie sich oft über traditionelle Formen wie dem Guckkastenprinzip hinweg und ist immer auf der Suche nach Innovationen an der Schnittstelle zwischen Multimediatechnik

und darstellenden Künsten.

 

Die Stadtgeschichte ihrer damaligen Wahlheimat Coburg inspirierte sie dazu, Historie mittels Inszenierung erlebbar zu machen. Mit dem Künstler Michael Iber, machte sie 2012 durch Konzerte und eine Klang- und Videoinstallation „Johann und Adele Strauß in Coburg“auf sich aufmerksam. Im Juni 2013 war Géraldine Schramm für die Gestaltung der Eröffnung der 25. Coburger Designtage verantwortlich, bei der sie historische Persönlichkeiten der Coburger Geschichte durch Schauspieler zum Leben erweckte.

Am Landestheater Coburg erarbeitete sie musiktheaterpädagogisch orientierte Formate und vereinte zudem das Ensemble des Landestheaters und den Seemannschor Coburg zum einem Themenabend über ihre Heimatstadt Hamburg. Weiterhin inszenierte sie den Abend „Folk Songs“ mit der Sopranistin Ute Döring (Staatstheater Wiesbaden) unter der Leitung des Generalmusikdirektors Roland Kluttig.Seit neuestem widmet sie sich einer weiteren Leidenschaft: dem Film. Sie fertigte einen Dokumentarfilm über die Bühnenbildner-Dynastie Brückner an.

 

Inspiriert durch ihre deutsch-französische Herkunft brachte Géraldine Schramm im Januar 2015, gemeinsam mit dem Hamburger Dirigenten und Komponisten Mathias Husmann sowie der Sängerin und Schauspielerin Véronique Elling, eine szenische Collage mit dem Namen "Hambourg mon amour...als Hamburg noch Frankreich war" auf die Bühne des Hamburger Monsun Theaters. Behandelt wurde hierbei die sogenannte "Franzosenzeit", in der die napoleonischen Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts Hamburg besetzt hielten.

 

Im September 2015 fand unter Géraldine Schramms Regie und Autorenschaft ihre erste abendfüllende Inszenierung in Hamburg statt:

„PAPY- Belle Époque und Schützengräben“.

Das Bühnenbild für diese Uraufführung stammt von der neuen Intendantin des Monsun Theaters, Francoise Hüsges.

Auf einer Spielwiese, zwischen angedeuteten Schützengräben und runden Projektionsflächen, setzen sich ein Schauspieler, eine Chansonsängerin und eine Pianistin in einem Kaleidoskop von Szenen mit den existentiellen Antagonismen, Krieg und Frieden, Liebe und Hass, Macht und Ohnmacht auseinander.

Basierend auf historischen Erlebnissen, die der 1891 geborene Urgroßvater der Regisseurin während des Ersten Weltkrieges niedergeschrieben hat, kommen Fragen auf, die erschreckende Parallelen zwischen der Vorkriegsgeneration der Belle Époque und unserer aktuellen Gesellschaft aufzeigen.

 

Géraldine Hélène Schramm hat im Jahre 2016 den Verein "Amadé Hamburg e.V." gegründet. Mit Unterstützung der freimaurerischen Forschungsvereinigung Frederik finden seitdem diverse Inszenierungen und Kulturveranstaltungen zu Wolfgang Amadés Werk (insbesondere "Die Zauberflöte") statt.

Der Grundstein wurde im September 2016 im Goßler Haus in Blankense gelegt. 

 

mehr Infos unter: www.geraldineschramm.de

und www.verein-ama.de

 

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