Géraldine Hélène Schramm
Géraldine Hélène Schramm    

"DIE ZAUBERFLÖTE" auf den brettern, die die welt bedeuten

"Diese Oper hat den Kunstrichtern viel zu schaffen gemacht.

 

Was war denn die Absicht des Dichters gewesen?

Eine Parodie, eine Apotheose des Freimaurer-Ordens.

 

Symbolisch: der Kampf der Weisheit mit der Torheit - der Tugend mit dem Laster - des Lichtes mit der Finsternis.

 

Ich ziehe vor, mich dem Künstler bei dem Genuss seines Werkes ganz hinzugeben und ohne Kopfzerbrechen nur das im Kunstwerke für mich gelten zu lassen, was sich daraus offen ergibt.

 

Versucht es, Euch dem Künstler und seinem Werk ganz hinzugeben, wie das Kind der Mutter.

Ruft doch die Kindheit zurück, wenn Ihr die Zauberflöte verstehen wollt. Zertrümmert mir nicht sogleich die Feenpaläste mit rohem Geschrei, läutert, klärt mir nichts ab mit Greisen-Weisheit, was nur als Unerklärbares die Kinderseele entzückend berauscht (...). "

 

Dieses Zitat aus der Mozartbiografie, geschrieben von Georg Nikolaus Nissen, der zweite Ehemann der Witwe Mozart, verdeutlicht wie sehr man sich im Irrgarten der Interpretationsversuche verlieren kann.

Ein wohl sehr gut gemeinter Rat von einem, der Mozart und sein Werk posthum sehr gut kennenlernte, denn es ist davon auszugehen, dass Nissen seine Aufzeichnungen, inspiriert durch die bestmögliche aller Quellen, schrieb:

Mozarts eingeweihte Gefährtin Constanze.

 

Es sind einige direkte Quellen erhalten geblieben, die aber auch zeigen, wie überlegt und gezielt Mozart seine letzte große Oper schrieb (übrigens zum ersten Mal in seinem Leben im Auftrag eines befreundeten Künstlers, was ihm die Freiheit gab, das zu schreiben was ihm wichtig war, und mit der einzigen Vorgabe, einen großen Erfolg zu erzielen):

 

Mozart berichtet in einem Brief an seine Constanze von einem Gast, mit dem er sich im 2. Akt der "Zauberflöte" die Theaterloge teilen musste.

Es war zum Anfang des Aktes, folglich bei der feierlichen Szene, dass sich laut Mozart folgendes zutrug:

 

„Er belachte alles;
Anfangs hatte ich Geduld genug, ihn auf einige Reden aufmerksam machen zu wollen, allein – er belachte alles; – da ward's mir nun zu viel – ich hieß ihn Papageno, und ging fort.“

 

Die feierliche Szene...wurde von einem Nichteingeweihten belacht...

und der Spötter wurde ein „Papageno“ genannt...

Das zeigt zum einen, wie Mozart die Papageno-Rolle versteht....und....

Mozart schildert uns selbst, wie sehr man sein Werk missverstehen kann, wenn man nicht gewisse Schlüssel mitbringt, um es deuten zu können.

 

Die Balance zu finden, zwischen Neuinterpretation und direkter Wirkung, die nach fast 250 Jahren immer noch physisch erlebbar ist, das ist die große Aufgabe, der sich Amadé stellen möchte.

Das Augenmerk liegt nach gründlicher Recherche vor allem auf der Gegenüberstellung von Dualismen, die die "Zauberflöte" in alle Richtungen und bis ins hinterste Eckchen durchziehen: das menschliche Drama von Dauer und Wandel sei hierbei als wichtigste Polarität genannt.

FEBRUAR 2017

Einen Schritt weiter auf dem Weg zur großen Inszenierung: im Februar 2017 fand an der HafenCity Universität unter der Leitung des Dozenten Matthias Kulcke ein Stegreifwettbewerb mit dem Namen "Flötenzauber" statt.

Hierunter Impressionen und Skizzen zu den Entwürfen der Studenten.

 

SEPTEMBER 2016

Das Event zur Gründung des Vereins Amadé Hamburg fand im September 2016 im und am GOßLER HAUS in Hamburg-Blankenese statt. Dieser Abend war unter anderem der Startschuss für die szenische Umsetzung der jahrelangen Recherche von Geraldine Schramm zum Thema "Die Zauberflöte, interpretiert unter freimaurerischen Aspekten". Neben inhaltlichen Ausführungen durch die Regisseurin, wirkten drei Solisten als "Papageno" (Geng Lee), "Königin der Nacht" (Ulrike Maria Maier) und "Sarastro" (Taras Konoshchenko) nebst einem Chor (Vokal Ensemble Hamburg) unter der Leitung von Edzard Burchards mit.

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